|
 |
 |
|
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 118,50 € |
115,15 € |
+3,35 € |
+2,91 % |
17.04/17:35 |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006599905 |
659990 |
- € |
- € |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Merck neutral gewichten 07.11.2001
Helaba Trust
Die Analysten der Helaba Trust empfehlen den Anlegern die Aktien von Merck (WKN 659990) "neutral" zu gewichten.
Das 333 Jahre alte Darmstädter Unternehmen sei international in den Bereichen Pharma, Chemie und Labordistribution/-produkte aktiv. Die Labordistribution operiere unter dem Namen der 1999 akquirierten US-Gesellschaft VWR. Für Ende 2002 sei der Börsengang in den USA zu erwarten. Pharma umfasse Originalpräparate (>60% der Segmenterlöse), Generika (rund 30%) und die Selbstmedikation. Forschungsschwerpunkte bildeten Krebs und Diabetes. Der Verkaufsschlager Glucophage (Diabetes) werde in den USA voraussichtlich in den nächsten Monaten generischer Konkurrenz ausgesetzt sein. Wichtige Segmente in der Chemie seien Flüssigkristalle und Elektronikchemikalien.
Auf organischer Basis habe sich die Umsatzdynamik im Jahresverlauf (Q1: +10%, Q2: +13%, Q3: +16%) verstärkt. Insgesamt seien die 9M-Erlöse um 14% gestiegen. Den größten Zuwachs habe Pharma mit +17% (Q3: +23%) aufgewiesen. Spezialchemie habe um 6% zugelegt, habe jedoch in Q3 stagniert. Die Labordistribution avancierte um 18% (+14%), Laborprodukte um 5% (+2%). Das operative Ergebnis sei um 35% (Q3: +52%) geklettert, so daß die Marge auf 12,9% (VJ: 11,3%) angestiegen sei. Pharma (+45%; Marge: 20,1%) habe hierzu maßgeblich beigetragen. Spezialchemie (-4%; 16,7%) habe in Q3 (Marge: 8,0%) die Konjunkturflaute gespürt. Der bereinigte Konzerngewinn sei um 83% (1,76 EUR pro Aktie) gestiegen.
Mit den sehr guten Q3-Zahlen sowie der Präsentation der zukünftigen Zwei-Säulen-Struktur (Pharma und Chemie; Börsengang VWR H2 2002 geplant) zeige der Konzern derzeit große Fortschritte. Die verhaltene Kursreaktion beweise jedoch, dass die Risiken in 2002 schwerer wiegen würden. Der bislang verzögerte aber demnächst erwartete Start von Generika für das Top-Produkt Glucophage (>20% der Pharmaerlöse, EBIT-Anteil höher) werde nach Ansicht der Analysten der Helaba Trust die Marge belasten. Zudem dürfte der Gewinnbeitrag der Spezialchemie konjunkturbedingt sinken.
Trotz Verbesserungen im Laborbereich, guter Forschungspipeline sowie günstiger Bewertung ergibt sich nach Ansicht der Analysten der Helaba Trust somit per Saldo nur eine neutrale Position für die Aktien von Merck.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|